Landesgruppe Berlin / Brandenburg


Aktivitäten 2021

Neues aus der Landesgruppe

1. Mitgliedertreffen 2021 in Manker, OPR

Am Donnerstag den 17.Juni fand in diesem Jahr unser erstes Mitgliedertreffen auf dem Dreiseitenhof unseres Mitgliedes Johannes Schroeter-Behrens statt. Der Hof stammt aus dem 19. Jh. und wurde als Büdnerstelle mit Viktualienladen errichtet und im Laufe des Jahrhunderts sukzessive ausgebaut und erweitert.
Erfreulicherweise besuchten uns auf ihrem Weg zum Mitgliedertreffen der Landesgruppe Nord Andreas Mätzold und Irmela Wrede. Darüber haben wir uns sehr gefreut und es gab einen schönen Austausch.
Nach der Führung durch den Hof mit Haus Scheune und „Gesindehaus“ mit seinen zahlreichen bauzeitlichen Details gab es ein Abendessen im Garten, in dem auch unsere Mitgliedersitzung bei herrlichem Sonnenschein stattfand.

Vielen herzlichen Dank allen Beteiligten, die den weiten bzw. weiteren Weg auf sich genommen haben. Es war ein herrlicher Sommertag.

Johannes Schroeter-Behrens
Redaktion, Repräsentant der Landesgruppe
Restaurator im Handwerk e.V.
Dorfstr. 30
16845 Manker
0157 78827740
033928 140216
berlin-brandenburg@restaurator-im-handwerk.de

 

Küche, Rekonstruierte Schablonenmalerei nach Befund, um 1865.

Küche, Rekonstruierte Schablonenmalerei nach Befund, um 1865.

Aktivitäten 2020

Landesgruppentreffen 3-2020

Unsere Landesgruppe hatte am 29. Oktober die Möglichkeit im Kronprinzenpalais Unter den Linden einer Führung des AIV Berlin teilzunehmen. Thema war die Vorstellung der Gewinnerprojekte des Wettbewerbes „100 Jahre (Groß-)Berlin: Internationaler Städtebaulicher Ideenwettbewerb Berlin-Brandenburg 2070“ des AIV im Rahmen der Austellung "Unvollendete Metropole:
100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin". Leider musste Aufgrund eines Coronafalles die Führung kurzfristig abgesagt werden. Wir danken Herrn Nöfer vom AIV trotzdem recht herzlich für die Möglichkeit.
So haben wir uns eben kurzentschlossen zur gemeinsamen Mitgliederversammlung getroffen und einige Dinge für das nächste Jahr besprochen. Unter anderem haben wir wieder Lust im Frühjahr 2021 eine Tagesausfahrt zu machen. Dabei soll es ins schöne Schloß Rheinsberg gehen, welches wundervoll restauriert ist. Eine Einladung wird es dann im neuen Jahr geben. Auch planen wir wieder den traditionellen Neujahrsbrunch im Januar 2021 so es gehen sollte.  

Details zur Ausstellung: https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/eroeffnung-der-ausstellung-unvollendete-metropole-100-jahre-staedtebau-fuer-gross-berlin-im-berliner-kronprinzenpalais-unter-den-linden/

 

Bustour zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2020

Im September fand wieder unsere traditionelle Bustour zum Tag des offenen Denkmals zu ausgewählten Denkmalobjekten statt. Hierbei hatten die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit aktuelle Restaurierungsprojekte unserer Mitglieder kennenzulernen und aus der Nähe zu erfahren. Auf dem Weg zu den einzelnen Stationen begleitete die Fahrt der Kunsthistoriker John Lochner-Griffith und gab sehr viele interessante Hintergrundinfos zu den angesteuerten Objekten und solchen am Wegesrand mit.
Dieses Jahr besuchten wir den Hörsaal des Robert Koch Forums, das Bundesministerium für Gesundheit in der Mauerstraße sowie das Stadtbad Neukölln.
Vom Treffpunkt am Bahnhof Friedrichstraße ging es direkt zum Forum, in dessen nahezu unverändert gebliebenen Hörsaal mit Experimentiertisch bereits 1882 Robert Koch seine Entdeckung des Tuberkulose-Erregers vorstellte. Hier zeigte uns Wolfgang Dambacher, Meister und Restaurator im Tischlereihandwerk, seinen Restaurierungsansatz der Wandvertäfelung anhand einer Musterfläche. Anhand seiner Untersuchungen konnte er eine bauzeitliche Entstehung der Vertäfelung nachweisen.
Bei der nächsten Station, dem Bundesministerium für Gesundheit welches in der ehem. Zentrale der Deutschen Bank entsteht, stellte Lorenz Papmahl die erhaltenen und vom Stuckateurbetrieb Rost restaurierten bauzeitlichen Gurtbögen an der Decke der ehemaligen Eingangshalle vor. Frau Peggau (BAM) führte uns durch das Haus und wir konnten einen interessanten Blick in den erhaltenen verkachelten alten Tresorraum werfen.
Als letztes zeigte uns Meister und Restaurator im Malerhandwerk Ragnar Ach die von ihm ausgeführten Erneuerung der Anstriche nach historischen Befunden im Stadtbad Neukölln, eines der schönsten Bäder Berlins. Der neoklassizistische Bau war zu seiner Eröffnung 1914 eines der modernsten "Volksbadeanstalten" Europas mit angegliedertem Wandelgang und Bibliothek. Heike Wakarecy von den Berliner Bäder-Betrieben übernahm die Betreuung sowie Führung durch das wundervolle Gebäude und wusste allerlei interessante Anekdoten aus ihrer Zeit im Hause zu erzählen. Es war eine schöne Erfahrung die Architektur des Bades kurz vor der Wiedereröffnung ohne Publikum in Augenschein nehmen zu können.

Wir möchten allen danken, die diesen wunderbaren Tag ermöglicht und teilgenommen haben. Insbesondere unseren Mitgliedern Herrn Wolfgang Dambacher und Herrn Ragnar Ach für die tolle Vorbereitungen sowie Vorstellung ihrer Arbeiten und Erkenntnisse. Für die Betreuung in der Mauerstraße möchten wir Frau Peggau (BAM) und Herrn Lorenz Papmahl, im Stadtbad Neukölln Frau Wakarecy und Frau van der Wehr von den Berliner Bädern sehr herzlich danken.
Schlussendlich wäre diese Fahrt ohne den von der Handwerkskammer Berlin organisierten Bus nicht möglich gewesen. Daher recht vielen Dank an Herrn Lausch!
Abschließend noch einen großen Dank an John Lochner-Griffith, denn ohne seine Erläuterungen und Kenntnisse der Berliner Bauten wäre die Fahrt nur halb so schön gewesen.

Johannes Schroeter-Behrens
Repräsentant der Landesgruppe Berlin/Brandenburg
Restaurator im Handwerk e.V.


Abb. 2 Detail Gurtbogen, Mauerstraße.

 


Abb. 3 Stadtbad Neukölln, Große Halle.

 

 

Landesgruppentreffen 2-2020

Am 13. August traf sich unsere Landesgruppe zum ersten Mal, seit den Corona-Einschränkungen wieder. Malermeister und Restaurator im Handwerk Thomas Pollack zeigte uns in Berlin Friedenau ein Jugendstiltreppenhaus an dem er momentan arbeitet. In dem Haus von 1906-7, gestaltet durch den Architekten Ladislaus Nowak, wurde von ihm die ursprüngliche Wandbemalung partiell freigelegt, ergänzt und im gesamten Treppenhaus wiederhergestellt. Interessanterweise taucht in den Deckenornamenten das Motiv der Mackintosh-Rose mit bereits Art déco artiger Rahmung auf. Die bauzeitliche Prägetapete im Sockelbereich ist erfreulicherweise erhalten geblieben und wurde ebenfalls aufwändig restauriert.
Eine schöne Möglichkeit ergab sich für uns, die unterschiedliche Wirkung von vergoldetem Stucki m Entrée wahrzunehmen. Im Gegensatz zum (noch) nicht vergoldeten Entrée des Hauses durften wir in den Eingangsbereich des gegenüberliegenden stilgleichen Hauses schauen. Hier war die gleiche Stuckatur in einer mit Gold belegten Fassung zu bewundern. Anschließend hielten wir unsere Mitgliederversammlung im griechischen Restaurant „Medusa“ am Perelsplatz statt. Hier kann ich nur jedem einen Besuch im wunderschönen Außenbereich und die Betrachtung der umfangreichen Sammlung von Jugendstilfliesen an den Wänden empfehlen.

Vielen Dank an alle die gekommen waren und natürlich im Besonderen an Herrn Pollack für die sehr interessanten Einblicke in seine professionelle Arbeit.

Abb. 1 Herr Pollack erklärt.

Abb. 1 Herr Pollack erklärt.

 


Abb. 2 Befundschnitt mit Rekonstruktion

 

Abb. 3 Entrée nicht vergoldet

Abb. 3 Entrée nicht vergoldet

 

Abb. 4 Entrée vergoldet (Nachbarhaus, gegenüberliegend)

Abb. 4 Entrée vergoldet (Nachbarhaus, gegenüberliegend)

 

 

Winterreise nach Braunlage - Sanatorium Barner, 1. Mitgliedertreffen 2020

Durch die Mitarbeit unserer Mitglieder u.a. Herrn Busch, Herrn Dambacher und Herrn Leonhardt an den Restaurierungsarbeiten im Sanatorium Dr. Barner in Braunlage hatte unsere Landesgruppe die einmalige Möglichkeit das Haus näher kennen zu lernen.

Unsere Winterreise über den 24. Und 25. Januar 2020 führte die Landesgruppe also in den schönen Harz. Nach einem kurzen Stopp in Wernigerode – Herr Leonhardt entdeckte dort ein Glockenspiel an der Fassade des Verlages Jüttners Buchhandlung und eröffnete uns somit zufällig einen Einblick in einen wundervoll restaurierten Hinterhof in der Wernigeröder Altstadt – trafen wir am Nachmittag der Klinik ein. Hier wurden wir sehr herzlich von Frau Lorenz empfangen und konnten, bevor es zum Bezug der Zimmer ging, schon einmal im historischen Warteraum des Arztes mit der originalen Ausstattung um 1910 Platz nehmen. Danach wurden die Mitglieder auf ihre Zimmer verteilt, welche ebenfalls mit ihren jeweiligen Originalmöbeln ausgestattet waren. Nach einem schönen Abendessen im nahe gelegenen Torfhaus, fand am Abend in einem Seitengang der Speiseräume des Mittelbaus unser Mitgliedertreffen statt.

Nun möchte ich einen kleinen Exkurs zur Architektur und Ausstattung des Hauses einschieben. Der Philologe und Mediziner Dr. Friedrich Barner verwirklichte um 1900 seine neue Art der Heilanstalt und erwarb zu diesem Zwecke zwei regionaltypische Villen in Holzbauweise in Braunlage. Diese ließ er vom Jugendstilarchitekten Albin Müller durch einen Mittelbau von 1910-1914 sukzessive umgestalten, erweitern und ausstatten. Dabei wurde nicht nur die äußere und innere Gestaltung von u. a. Möbel, Tapeten, Inlaid Linoleum und vieles mehr von Albin Müller selbst entworfen, sondern auch von anderen Architekten wie Peter Behrens für die Gestaltung der Innenräume herangezogen. Dieser Zustand hat sich größtenteils bis heute erhalten und wird mit viel Liebe erhalten, restauriert und aktiv genutzt. Das Baudenkmal der Klinik Dr. Barner stellt somit ein einzigartiges Gesamtensemble Albin Müllers dar und repräsentiert phantastische Einblicke in das Sanatoriums Wesen Anfang des 20. Jh. und dessen erfolgreiche Transformation ins 21. Jh. dar. Die Architektonische Prägung und Ästhetik wird dabei auch bewusst als Teil der Klinikphilosophie integriert und umgesetzt.

Am nächsten Tag trafen wir uns vor Ort mit Irmela Wrede und der Landesgruppe Nord (siehe auch den Beitrag von ihr in der letzten Ausgabe 1/20), um uns gemeinsam auszutauschen und den nun anstehenden Vorträgen zur Geschichte und Restaurierung des Hauses bzw. der anschließenden Führung zu lauschen. Die insgesamt 32 Teilnehmer füllten Raum im ehemaligen Rauchersalon der Klinik und Herr Dr. Johannes Barner, Enkel des Sanatoriums Gründers, sowie Frau Lorenz hielten zwei fantastische und informative Vorträge zur Architektur- sowie Medizingeschichte des Hauses. Ergänzt wurden die Vorträge durch Einblicke in die Restaurierungsarbeiten von Herrn Busch und Herrn Dambacher – Restaurierung u.a. der Rosshaar Möbel und Herrn Leonhardt – Restaurierung und Ergänzung der Türklinkengarnituren. Anschließend hatten die beiden Landesgruppen die Möglichkeiten bei der Führung durch Haus und Garten mit Frau Lorenz die restaurierten Stücke zu begutachten. Herr Neugebauer aus der Landesgruppe Nord zeigte uns bei der Gelegenheit die von ihm restaurierten Fenster im Wandelgang.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen trennten sich die Wege der beiden Landesgruppen wieder. Die LG Nord führte nun ihrerseits ihr Mitgliedertreffen im Sanatorium durch und unsere LG machte sich auf den Weg zurück nach Berlin. Allerdings nicht ohne Zwischenstopp in der Grube Samson in St. Andreasberg. Dort führte uns Herr Barsch durch eine der innovativsten Silberbergwerke seiner Zeit mit noch funktionierender „Drahtseil-Fahrkunst“. Anschließend öffnete er extra für uns zum letzten Mal vor ihrer Umgestaltung die begleitende Ausstellung im kleinen dazugehörigen Bergwerksmuseum und erläuterte wohin die museale Reise in Zukunft gehen soll und welche immense Bedeutung die wasserbautechnischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte noch heute und in Zukunft für den Harz besteht.

Insgesamt war es eine sehr beeindruckende Fahrt die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Danksagung: Herrn Dr. Johannes Barner und Frau Lorenz für den herzlichen Empfang und Gastfreundschaft! Den Herren Dirk Busch, Wolfgang Dambacher, Rainer Leonhardt und Herrn Neugebauer für ihre Ausführungen zur Restaurierung. Vielen Dank an Irmela Wrede für die Mitorganisation des Treffens beider LGs und Herrn Barsch von der Grube Samson sei ebenfalls herzlich für seine Gastfreundschaft gedankt, sowie allen, die an der gelungenen Organisation und Durchführung beteiligt waren.


Abb. 1: Mitgliedertreffen in einmaligem Ambiente.
Abb. 1: Mitgliedertreffen in einmaligem Ambiente.

 

Abb. 2: Sanatorium Dr. Barner, Landesgruppen B-BB und Nord.
Abb. 2: Sanatorium Dr. Barner, Landesgruppen B-BB und Nord.

 

Abb. 3:Grube Samson -  Herr Barsch erläutert die Fahrkunst am Modell.
Abb. 3:Grube Samson - Herr Barsch erläutert die Fahrkunst am Modell.

 

Weitere Informationen:

https://psychosomatik-barner.de/geschichte/#tab-id-1

https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2018/4/Interview-Echy-Barner.php#.Xp1SfUrgphE

https://www.grube-samson.de/

 

 

 

Aktivitäten 2019

Jubiläums Bundestreffen 2019 in Berlin

30 Jahre Mauerfall, 20 Jahre RiH e.V., 10 Jahre Zeitschrift Restaurator im Handwerk

Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg lud dieses Jahr anlässlich des 20 jährigem Bestehens des Vereins Restaurator im Handwerk zum Bundestreffen nach Berlin ein. Das Wochenende kurz vorm 30. Jahrestag des Mauerfalls vom 01.-03. November bot wieder ausreichend Gelegenheit für alle Mitglieder sich auszutauschen. Dazu sei hier nur ein kurzer Abriss gegeben. Einen guten Überblick bietet der Beitrag von unserem Geschäftsführer Thomas Büscher in Ausgabe 4/2019 in unserer Zeitschrift.

Neben des offiziellen Teils am Freitag, dem Treffen des erweiterten Vorstandes und der Mitgliederversammlung mit Ehrungen der Mitglieder, sowie der Redaktion, hatten wir einen phantastischen Abend der Restauratoren im Bebop. Nach kurzen einführenden Worten von Herrn Dr. Rauhut, (Landeskonservator Berlin), Herrn Paul Grasse (VDR) und Herrn Bernd Jäger (RiH) wurde das herrliche Büfett eröffnet. Abgerundet wurde der Abend durch eine Tangodarbietung des Pablo Wuiz Trios mit Musik und Tanz und Charlie Chaplin (Joseph Sternweiler) schaute ebenfalls kurz vorbei.
Der Samstag bot ein umfangreiches Berlin-Programm. Vormittags besuchten die Teilnehmer in Gruppen die Führungen sanierte Staatsoper Unter den Linden, den Berliner Dom und das neue Museum. Letzteres kannten viele Teilnehmer noch im Zustand der Sanierung beim letzten Bundestreffen 2007 in Berlin. Die Führungen zeichneten sich durch die Ergänzungen und Erfahrungen unserer Mitglieder aus, die bei der Sanierungsarbeiten mitgewirkt hatten.
Bei typischem Berliner Novemberwetter im Nieselregen unter der Hochbahn gab es eine Berliner Currywurst bei Konnopke. Das Nachmittagsprogramm bot Einblicke bei der Führung durch die Geisterbahnhöfe, die nach dem Mauerbau nicht mehr bedient wurden, und die Mauergedenkstätte. Bei den Berliner Unterwelten gab es eine Gute Ausstellung mit Modell zum Thema Mythos Germania und die 3. Gruppe konnte sich über das Sanierungsproject der Neuen Nationalgalerie informieren. Den Abschluss des Tages bildeten die Veranstaltungen in der Bar jeder Vernunft, dem Tipi am Kanzleramt und eine Lesung bei Herrn Leonhardt mit Hermann Treusch.
Nach dem sonntäglichen Frühstück war es Zeit für die Heimreise. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit und blieben noch ein paar Tage länger in Berlin. Insgesamt war es ein sehr gemütliches und erfolgreiches Treffen, welches uns vom Vorbereitungsteam und den Teilnehmern sehr gut gefallen hat. Abschließend seien noch einige Worte des Dankes gesagt.

Danksagungen

Nun, da das Bundestreffen vorbei ist, möchten wir uns im Namen der Landesgruppe Berlin Brandenburg sehr herzlich bei dem Organisationsteam Herrn Leonhardt, Herrn Dambacher, Herrn Schroeter-Behrens und Herrn Rost, sowie bei Allen, die währende der Planung und Durchführung des Bundestreffens der Restauratoren 2019 in Berlin mitgeholfen haben, bedanken. Es hat alles wunderbar geklappt und ich hoffe die Teilnehmer des Treffens konnten einen guten Eindruck der Stadt, des Vereines und eine schöne Zeit mit nach Hause nehmen.

Dem Team des „Bebop“ in der Pfuelstraße 5 in Kreuzberg danken wir für den phantastischen Veranstaltungssaal und Herrn Link mit seinem Team aus dem Restaurant „Schlesich Blau “ für das phänomenale Essen und den reibungslosen Ablauf am Büfett.
Herrn Joseph Sternweiler aus Berlin sei für seine glorreiche Charlie Chaplin Darstellung gedankt. Für eine wunderbare Tango Vorführung bedanken sehr wir uns ebenfalls den Musikern vom Pablo Woiz Trio  - Pablo Wuiz (Piano) und Lukas Gierster (Bandoneon) mit gesanglicher Unterstützung durch Elisa Martell (Tanz, Gesang) und Tangovorführung von Herrn Juan Dietrich Lange. Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Frau Konnopke für die phantastische Currywurst im Berliner Novemberwetter.

Im Besonderen möchten wir uns sehr für die Führung und Betreuung der einzelnen Gruppen bei unseren Mitgliedern Herrn Dambacher, (Gruppe Neues Museum), Herrn Meier (Gruppe Neue Nationalgalerie), Herrn Rost (Gruppe Staatsoper unter den Linden, Mauergedenkstätte), Herrn Schroeter-Behrens und Herrn Leonhardt (Gruppe Mythos Germania, Berliner Dom) bedanken. Für die Gruppenbetreuung des Abendprogrammes gilt unser besonderer Dank Herrn Ach (Bar jeder Vernunft), Herrn Borchert (Tipi am Kanzleramt) und Herrn Leonhardt für die schöne Lesung zum Thema Denkmal in der Literatur die dankenswerter Weise Herr Hermann Treusch vortrug.
Unser Spezieller Dank gilt der Domarchitektin Frau Tubbesing für die angenehme und sehr interessante Führung im Berliner Dom, Herrn van der Sande für die wunderbare Führung durch die Berliner Staatsoper und Herrn Reichert vom Architektenbüro David Chipperfield Architects für seine interessanten Ausführung vor Ort zum Sanierungsprojekt Neue Nationalgalerie. Auch sei an dieser Stelle abschließend dem Vorstand unseres Vereines Herrn Klos, Herrn Büscher und Herrn Jäger sehr herzlich für die Unterstützung unserer Landesgruppe Berlin-Brandenburg zur Durchführung des Bundestreffens gedankt. Ich hoffe es hat allen so viel Spaß gemacht wie uns.

Johannes Schroeter-Behrens
Repräsentant der Landesgruppe B-BB des RiH e. V.

 

 Abb. 1: Abend der Restauratoren, Einführende Worte vom Landeskonservator Berlins Herrn Dr. Rauhut
Abb. 1: Abend der Restauratoren, Einführende Worte vom Landeskonservator Berlins Herrn Dr. Rauhut

 

Abb. 2: Herr Leonhardt, Herr Ludwig bei der traditionellen Versteigerung.
Abb. 2: Herr Leonhardt, Herr Ludwig bei der traditionellen Versteigerung.

 

Abb. 3: Josef Sternweiler als Charlie Chaplin
Abb. 3: Josef Sternweiler als Charlie Chaplin

 

Abb. 4: Ehrung und Vorstellung  der Redaktion unserer Zeitschrift Restaurator im Handwerk
Abb. 4: Ehrung und Vorstellung der Redaktion unserer Zeitschrift Restaurator im Handwerk

 

Abb. 5: Pablo Wuiz Trio spielt Tango
Abb. 5: Pablo Wuiz Trio spielt Tango

 

Abb. 6: Fr. Tubbesing führt durch den Berliner Dom
Abb. 6: Fr. Tubbesing führt durch den Berliner Dom

 

Abb. 7: Hoch über den Dächern Berlins im Berliner Dom
Abb. 7: Hoch über den Dächern Berlins im Berliner Dom

 

Abb. 8: Mittags bei Konnopke
Abb. 8: Mittags bei Konnopke

 

Abb. 9: Hermann Treusch liest aus der Literatur zum Thema Denkmal in der Schusterusstraße bei Herrn Leonhardt
Abb. 9: Hermann Treusch liest aus der Literatur zum Thema Denkmal in der Schusterusstraße bei Herrn Leonhardt

 

4. Mitgliedertreffen 2019 bei Herrn Schnöke und Herrn Leonhardt

Die vierte und letzte Mitgliederversammlung 2019 der Landesgruppe Berlin-Brandenburg stand ganz im Zeichen Charlottenburgs. Wir trafen uns am 28. November am ältesten Haus Charlottenburgs in der Wilmersdorfer Str. 18. Die dortige Kreuzung bildet einen Überblick von über 200 Jahren Stadtentwicklung ab. Hier sind bauten aus dem 18. J.h- 20. Jh. nebeneinander zu sehen.
Den geschichtlichen Überbau konnten wir dann im Architekturbüro Volkmar Schnöke bestaunen. Herr Schnöke, Autor des Grundlagenwerkes „Brandenburger Bauernhöfe“, hat seine gesamten Recherche und Wissensstand zur Stadtentwicklung Charlottenburgs in detaillierte Modellansichten transformiert. Diese konnten wir neben Holzmodelle der Bauernhaustypen bestaunen und darüber hinaus seinen Ausführungen lauschen.
Im Anschluss zogen wir für den organisatorischen Teil in das naheliegende Redaktionsbüro am Gierkeplatz. Herr Leonhardt versorgte uns mit anständigen Buletten, Brot und Schmalz und Roter Grütze. Als Absacker diente in Budikentradition ein kleiner Persico – was für ein wundervoller Berliner Abend! Herr Rost spendete für die Organisatoren des Bundestreffens 2019 je einen Blumenstrauß, der neben den Danksagungen überreicht wurde. An dieser Stelle möchten wir dem Ehepaar Schnöke für ihre Ausführungen in der Wilmersdorfer Straße und Herrn Leonhardt sehr herzlich für Ihre großherzige Gastfreundschaft bedanken.

 

Weiterführende Informationen:

https://www.brandenburger-bauernhoefe.de/

https://www.ak-berlin.de/baukultur/tag-der-architektur/tag-der-architektur-2019/programm-2019/tda.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1606&cHash=9804ceac629c75641326024c8c0b4989

 

Abb. 10: Empfang bei Herrn Schnöke (Mitte). Im Gespräch mit Herr Leonhardt (li.) und Herrn Borchert (re.)
Abb. 10: Empfang bei Herrn Schnöke (Mitte). Im Gespräch mit Herr Leonhardt (li.) und Herrn Borchert (re.)

 

Abb. 11: Der Gierkeplatz im 19. Jh. als Modell
Abb. 11: Der Gierkeplatz im 19. Jh. als Modell

 

Abb. 12: Informationen und Modelle der Stadtentwicklung Charlottenburgs. Zusammengestellt und gefertigt von Herrn Schnöke
Abb. 12: Informationen und Modelle der Stadtentwicklung Charlottenburgs.
Zusammengestellt und gefertigt von Herrn Schnöke

 

Abb. 13: Modell einer friderizianischen Fachwerkscheune (18. Jh.)
Abb. 13: Modell einer friderizianischen Fachwerkscheune (18. Jh.)

 

Abb. 14: Unser Dank für die Hilfe und Organisation des Bundestreffens2019 geht an:  v. r. n. l Herrn Lohse, Herrn Dambacher, Herrn Borchert, Herrn Leonhardt, Herrn Ach, Herrn Schroeter-Behrens und Herrn Rost (nicht abgebildet).
Abb. 14: Unser Dank für die Hilfe und Organisation des Bundestreffens2019 geht an:
v. r. n. l Herrn Lohse, Herrn Dambacher, Herrn Borchert, Herrn Leonhardt, Herrn Ach, Herrn Schroeter-Behrens und Herrn Rost (nicht abgebildet).

 

Bustour zum Tag des offenen Denkmals am 07. September 2019

Johannes Schroeter-Behrens

Anlässlich des „Tag des offene Denkmals“ organisierte die Landesgruppe Berlin-Brandenburg des RiH zusammen mit der Handwerkskammer Berlin wieder unsere traditionelle Bustour. Die fachliche Begleitung übernahm wieder Herr Lochner-Griffith, der den Teilnehmern die Architektur und städtebaulichen Besonderheiten entlang des Weges erklärte.
Die Tour führte auch diesmal zu ausgesuchten Denkmälern, an den unsere Mitglieder maßgeblich bei der Restaurierung beteiligt waren und einzigartige Erkenntnisse über den Arbeitsprozess vermitteln können. Der diesjährige Fokus lag auf dem Südwesten Berlins bzw. Potsdam.

Nach dem Treffen der Gruppe am Bahnhof Lichterfelde West fuhr der Bus in die Hohlbeinstraße. Dort war ein historischer Wintergarten aus Gusseisernen Elementen und Glas aus den 1890er Jahren zu sehen, den Herr Becker liebevoll restauriert hatte. Ein Beitrag dazu, ist ebenfalls in unserer Zeitschrift Ausgabe 1, 2019 zu finden.
Die zweite Station führte durch den Park Babelsberg. Der Weg führte uns über den Flatowturm zur gusseisernen Astbrücke. Die Einzelteile wurden von Herrn Theel geborgen, in seiner Schmiedewerkstatt liebevoll, unter Mithilfe und der Spende von Herrn Hunger, restauriert. Auch weitere von Herrn Theel restaurierte Objekte wurden während des Spazierganges durch den Park nach Klein Glienicke besichtigt und fachmännisch erklärt u. a. die Bismarckbrücke, die goldene Rosenlaube und verschiedene Blumenkörbe am Schloß Babelsberg. Spektakulär war dann die Ausführungsbeschreibung zum Waldmüller Tor in Klein Glienicke, welches Herr Theel mit seinen Mitarbeitern von einem historischen Foto als Vorlage wiederauferstehen ließ.
Zum Abschluß trafen wir Herrn Ach am nahegelegenen Wirtshaus Moorlake, der hier mit seiner Firma die Malerarbeiten nach historischen Befund ausführte. Der Holzaufbau aus Blockbohlen des Wirtshauses im Schweizer Stil erstrahlt nun wieder in einem Beigeton.

Vielen Dank für diesen wundervollen Einblick in die Welt der handwerklichen Restaurierung an unsere Vereinsmitglieder Herrn Becker, Herrn Theel, und Herrn Ach. Für Organisation und Betreuung sei Herrn Kania und Herrn Lochner-Griffith ebenfalls recht herzlich gedankt.

Bis zum nächsten Jahr.

Abb. 1: Restaurierter Wintergarten Berlin Lichterfelde. Her Becker schildert seine Restaurierungsarbeiten
Abb. 1 Restaurierter Wintergarten Berlin Lichterfelde. Herr Becker schildert seine Restaurierungsarbeiten

 

Abb. 2:. Führung Astbrücke, Park Babelsberg
Abb. 2 Führung Astbrücke, Park Babelsberg

 

Abb. 3:. Herr Becker, Herr Kania und Herr Lochner-Griffith im Gespräch
Abb. 3 Herr Becker, Herr Kania und Herr Lochner-Griffith im Gespräch

 

Abb. 4:. Herr Theel erläutetr seine Restaurierungsarbeiten, Astbrücke, Park Babelsberg
Abb. 4 Herr Theel erläutert seine Restaurierungsarbeiten, Astbrücke, Park Babelsberg

 

Abb. 5:. Goldene Rosenlaube, Park Babelsberg
Abb. 5 Goldene Rosenlaube, Park Babelsberg

 

Abb. 6:. Blomenkorb, Schloß Babelsberg
Abb. 6 Blumenkorb, Schloß Babelsberg

 

Abb. 7:. Die Gruppe vor dem Waldmüller Tor, Klein Glienicke
Abb. 7 Die Gruppe vor dem Waldmüller Tor, Klein Glienicke

 

 

3.Mitgliedertreffen 2019 in der Werkstatt von Anne Pfefferkorn

Diesmal haben wir uns am 25.September .2019 zur 3. Mitgliederversammlung der Landesgruppe Berlin-Brandenburg in der Restaurierungswerkstatt von Frau Pfefferkorn getroffen. Die Werkstatt für Konservierung & Restaurierung antiker Möbel und Holzobjekte liegt in der Damaschkestraße 28 in Berlin. Die Werkstattgemeinschaft wird ergänzt durch Tischlermeister André Kotik und Marina Graß. Zur Zeit arbeitet ebenfalls Felicitas zur Lippe in den Werkstatträumen von Frau Pfefferkorn. Sie restauriert hier Gemälde.
An einem verregneten Frühherbsttag, es wurde schon langsam dunkel, wurden wir sehr herzlich von Frau Pfefferkorn und Frau Graß in ihren hellen und angenehmen Werkstatträumen empfangen. Neben fantastischem Wein gab es ein kleines feines Büfett. Frisches Baguette, Schinken, Oliven verschiedene Käseorten mit einem marmeladenartigem Feigensenf passten sich wunderbar in die Umgebung aus teilzerlegten Möbeln und Holzoberflächen ein und wurden genüsslich verspeist. Nach einer kleinen Führung und Vorstellung der Werkstatt sowie der hier in der Restaurierung befindlichen Stücke, wie z.B: einem Empiresekretär fand der offizielle Teil statt. Auf der Tagesordnung standen u. a. Vorstellung des Vereins Modul e.V. und die Organistation des Bundestreffens Anfang November in Berlin. Der Verein, vertreten durch Frau Thierfeld, Frau Skupin und Herrn Wolf stellte Ihre Projektarbeit in der Berufsorientierung mit Schülern/Jugendlichen vor und es gab die Idee der Zusammenarbeit mit den Vereinsmitgliedern. Dazu wird es ein nächstes Projektreffen mit interessierten Mitgliedern geben. Als grobe Ideenskizze geht es um die Heranführung von Schülern an die handwerklich restauratorische Arbeit und ihre Begleitung mit regelmäßigen praktischen Tagen in einem Betrieb bis in die Lehre.
Zusätzlich wurde ein neuer Termin für die Herbstfahrt in den Januar verschoben. Wir werden nun am 24.-25. Januar nach Braunlage ins Jugendstilsanatorium Barner fahren und haben vor, uns dort mit der Landesgruppe Nord zu treffen.

Abschließend möchten wir uns gerne sehr herzlich bei Frau Pfefferkorn und Frau Graß für Ihre Gastfreundschaft und den Einblick in Ihre Restaurierungswerkstatt bedanken.

Mehr unter https://www.annepfefferkorn.de/

 

Abb. 1: .Anne Pfefferkorn zeigt ihre Restaurierungswerkstatt
Abb. 1: Anne Pfefferkorn zeigt ihre Restaurierungswerkstatt

 

Abb. 2:. Anne Pfefferkorn und Marina Grasser. Empire Sekretär vor der Restaurierung
Abb. 2: Anne Pfefferkorn und Marina Graß. Empire Sekretär vor der Restaurierung

 

Neues aus der Landesgruppe

Johannes Schroeter-Behrens

 

1.       Mitgliedertreffen 2019 bei Herrn Kammel


Die erste Mitgliederversammlung der Landesgruppe Berlin-Brandenburg führte uns dieses Jahr in die Holzwerkstatt von Herrn Valentin Kammel in die Friedrichshagener Str. 37, 12555 Berlin-Köpenick. Wir waren gespannt auf die neuen Firmenräume der Werkstatt für Restaurierung und Bildhauerei, da Herr Kamel die Nachfolge von Herrn Boris Kabanadze antrat und vieles aus dessen Bestand übernommen hatte. Schon beim Eintreten wurden wir eines besonderen Schrankes gewahr, welcher uns auch sogleich geöffnet und erklärt wurde. Es handelte sich um einen Musikschrank aus dem späten 19. Jh. mit ausgeklügelter Mechanik der mittels Drahtstiften auf einer Drehwalze verschiedene Musiken spielen kann. Leider war das Stück noch nicht restauriert so, dass es beim Bewundern der Mechanik bleiben musste. Wir sind gespannt auf das fertige Stück.

Zum Abschluß konnten wir uns noch einer seltenen Technik zur Verzierung, meist von Schachteln oder Dosen, durch Strohmarketerien bzw. Marqueterie de paille ansehen. In dieser Technik werden seit dem 17. Jhd. Objektoberflächen mit kunstvollen Mosaiken aus gefärbtem Stroh verziert, die durch ihren goldigen Glanz bestechen. Die Restaurierung und Neuherstellung wird hier von Tabea Vietzke, M.A. in wunderschöner Art und Weise ausgeführt. Sie ist eine der Wenigen die diese Technik noch beherrschen.

Zum Abschluß sei Herrn Kammel und Frau Vietzke herzlich gedankt für den wundervollen und interessanten Abend.

Weiter Informationen:

https://www.calderon-restaurierung.com/valentinkammel
https://www.strohmarketerien.com

 

Hr. Leonhardt, Hr. Kammel mit Musikschrank.

 

Historische Schatulle aus dem Fundus von Fr. Vietzke.

 

Denkmalpreis des AIV-Schinkel-Wettbewerb 2019: bridge2future


Anlässlich des jährlichen Schinkelwettbewerbs des AIV wurde auch dieses Jahr wieder auf dem Schinkelfest, am 13. März 2018* der Schinkelpreis vergeben. Hier engagiert sich die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Vereins „Restaurator im Handwerk e.V.“ nicht nur mit einer Fördersumme, sondern ihr Sprecher Sebastian Rost, Dipl-Ing. und Annemarie Rothe, Dipl.-Ing. sind auch Mitglieder in der Jury. Seit 2008 wird der Sonderpreis für Denkmalpflege vom Restaurator im Handwerk e.V. vergeben. Für diesen fertigte die Firma „Werkstätte Schellbach GbR“, Mitglied des Vereins, dieses Jahr nun zum neunten Male eine Terrakotta-Plakette zur Siegerehrung an.
Als Vorbild diente ein Terrakottarelief der Bauakademie von Schinkel. Von Schinkel entworfen und vom vom Bildhauer Christian Friedrich Thieck umgesetzt, symbolisiert das Motiv als Teil der „Tugenden des Baumeisters“ die „himmlische Phantasie“.

Für den kostenlosen Entwurf, die Fertigung und Bereitstellung der Plakette bedankt sich die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Vereins Restaurator im Handwerk e.V. an dieser Stelle ausdrücklich und herzlich bei Constanze und Bernhard Schellbach.

Der Sonderpreis Denkmalpflege des RiH ging 2019 an Philipp Rothbächer, Jonas Schergun von der TU München für ihr Projectentwurf „Open Common“.

Weiterführende Infos unter: https://www.aiv-berlin.de/schinkel-wettbewerb/preistraeger

*Geburtstag Karl-Friedrich Schinkels, 13.03.1781 in Neuruppin.

 

Die Terrakotta Plakette mit Schinkels Motiv der „himmlischen Phantasie“ wird alljährlich zum Schinkelfest am 13. März für den Sonderpreis Denkmal vom Restaurator im Handwerk e.V. verliehen.

 

Aktivitäten 2018

Neues aus der Landesgruppe
Johannes Schroeter-Behrens

Mitmachmarkt „WIR ERBEN“ auf dem Gendarmenmarkt

Am 24. Juni luden zahlreiche Kulturorganisationen und –vereine zum Mitmachmarkt auf dem Gendarmenmarkt ein. Anlässlich des Finales des European Cultural Heritage Summit „Shearing Heritage – Sharing Values“ in Berlin, bestand hier die Möglichkeit Kulturerbe aktiv zu erleben.

Organisiert wurde der Mitmachmarkt von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, die dankenswerter Weise die Tische und Marktstände kostenfrei zur Verfügung stellte. Hierfür möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen.

Um auf den Verlust wertvoller Bausubstanz, insbesondere historischer Holzkastenfenster, aufmerksam zu machen beteiligten sich Frau von Specht vom Verein „Denkmal an Berlin e.V.“ und die Landesgruppe Berlin/Brandenburg vom Verband „Restaurator im Handwerk“ an einem gemeinsamen Stand. Angesichts eines restaurierten originalen Gründerzeit-Fensters, sowie unterschiedlicher Fenster- und Türbeschläge konnte die Schönheit und Wiederverwendbarkeit historischer Bausubstanz mit allen Sinnen erfasst werden. An dieser Stelle möchten wir den Restaurierungswerkstätten Berlin für die Bereitstellung des Fensters und der Firma Antike Baumaterialien für Denkmalpflege und Restaurierung Rainer W. Leonhardt für die Bereitstellung der Fensterbeschläge recht herzlich danken.

Zusätzlich wurde der Markt genutzt, um auf die Webseite Fassadenretter.de hinzuweisen. Mit dieser setzt sich der Verein Denkmal an Berlin e.V. ebenfalls für den Erhalt wertvoller historischer Bausubstanz ein. Die Seite sammelt Bilder und Daten sowohl zu hervorragenden Denkmalsanierungen als auch zu bedrohten bzw. durch Sanierung bereits zerstörten Denkmalen. Denkmal an Berlin e.V. möchte somit auf den Verlust und die Egalisierung/Verunstaltung durch z.B. Wärmedämmung von Stuckfassaden des Berliner Straßenbildes hinweisen. Beiträge in Form von vorher/nachher Fotos sind für die Datenbank der Seite sehr gern gesehen und können von jedem beigetragen werden.

Kontakt: Fassadenretter.de/ mail@denk-mal-an-berlin.de

aufgebaute Stand im Nieselregen 

Der frisch aufgebaute Stand im Nieselregen.

Johannes Schroeter-Behrens im Gespräch

Repräsentant der Landesgruppe Johannes Schroeter-Behrens im Gespräch.

 

Berliner Jugendstiltreppenhaus par excellence

Im Zuge des European Cultural Heritage Summit „Shearing Heritage – Sharing Values“ am 21. Juni 2018 bot die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des RiH einer kleinen Gruppe von Mitgliedern des European Association of Architectural Heritage Restoration Companies (AEERPA) die Möglichkeit einer Nachmittagsveranstaltung an. Der Präsident von AEERPA, Christophe Eschlimann war sehr interessiert an typischen Berliner Restaurierungsobjekten. Daher führte uns der Malermeister und Restaurator im Handwerk Thomas Pollack durch ein wunderschönes aufwendig restauriertes Jugendstil Treppenhaus in Berlin Friedenau. Herr Pollack zeigte dabei nicht nur die fantastischen Malereien, die teilweise in Situ zu sehen sind, sondern konnte der spanisch-französisch-deutschen Gruppe alle Schritte der Restaurierung nahebringen. Vom Vorzustand über die Befundaufnahme, Konzeption und Ausführung bis zum fertigen Projekt. Die Kommunikation in englisch, französisch, spanisch und deutsch klappte ausgesprochen gut.
Im Anschluss besichtigte die Gruppe eine aktuelle Fassadenrestaurierung in der Waldenser Str. in Berlin Moabit. Hier führte Sebastian Rost die Gruppe an eine typische Gründerzeitfassade Berlins heran und erläuterte die verschiedenen Restaurierungsmethoden an Stuckfassaden aus Kalk-Gips-Putz.

Weiter Informationen zu AEERPA unter www.aeerpa.com

Jugendstil Treppenhaus in der Dickhardtstraße 5 

Restaurator im Handwerk Thomas Pollack (Vordergrund) führt durch das Jugendstil Treppenhaus in der Dickhardtstraße 5, Berlin Friedenau

 

Landesgruppentreffen am 15. März 2018 in Velten

Für das 1. Landesgruppentreffen 2018 hat der Vorstand – nicht wie bislang üblich in einer der Werkstätten oder Baustellen der Mitglieder – einen besonderen Ort gewählt, nämlich das Ofen- und Keramikmuseum und Hedwig-Bollhagen-Museum in Velten. Das nicht ohne Grund, denn die ehemalige Kachelofenfabrik, in dem sich das Ofen- und Keramikmuseum befindet, steht mitsamt Maschinen zum Verkauf. Das ist Anlass genug, darüber nachzudenken, wie der Landesgruppenverband mit dazu beitragen kann, einem möglichen Verlust dieses einmaligen Denkmals und Traditionsstandortes entgegenzuwirken.

 

Nach einer Begrüßung durch die engagierte Museumsleiterin Nicole Seydewitz ging es für die 16 Teilnehmer zunächst 65 Stufen hinauf in das Dachgeschoss auf den ehemaligen Trockenboden, wo die bedeutende Sammlung von Öfen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie herausragende Stücke an Gebrauchs- und Zierkeramik von märkischen Künstlerkeramikern untergebracht ist. Museumsmitarbeiter Lars Lierow erläuterte schlaglichtartig die rund 300jährige Kunst- und Kulturgeschichte des Ofens anhand der Highlights der ca. 900 m² umfassenden Ausstellungsfläche. Mit der Entdeckung der reichen und qualitätvollen Tonvorkommen begann die Blütezeit der kleinen Stadt Velten vor den Toren Berlins Mitte des 19. Jahrhunderts. 1897 begann die Keramikfabrik A. Schmidt, Lehmann & Co die Produktion von Ofenkacheln und Baukeramik. Doch Kachelöfen gab es schon davor und so zeigt das Museum auch eindrucksvolle Exemplare, wie sie seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich waren. Waren die Öfen zunächst reine Gebrauchsgegenstände erweiterte sich ihre Funktion alsbald um Architektur- oder Dekorzwecke. So waren die Teilnehmer nicht nur von den Aufsatz- und Überschlagsöfen aus Barock, Klassizismus oder Jugendstil begeistert, sondern auch von dem Zwillingspärchen im hinteren Ausstellungsraum: einem weißen Ofen in barocker Formensprache mit baugleichem und täuschend echt ausgebildetem Gegenüber, das jedoch nicht als Ofen, sondern als Aufsatzkommode diente, aber auch vollständig aus Keramik besteht.

Nach diesem beeindruckendem Überblick erhielt die Gruppe durch die Museumsleiterin noch einen Einblick in die Modellwerkstatt und Produktionsräume, die normalerweise nicht zum Besichtigungsprogramm gehören.

 

Nicht weniger eindrucksvoll ist das Hedwig-Bollhagen-Museum, das sich dem Leben und Werk von Hedwig Bollhagen widmet, die unweit vom Museum in Marwitz, ihre Werkstätten für Keramik betrieb. Ihr künstlerischer Nachlass umfasst 1600 Tassen, Teller, Vasen und Kannen und steht auf der Liste des nationalen Kulturguts. Ein Großteil dieses Erbes wird seit Anfang 2015 in einer alten, zu musealen Zwecken ausgebauten Remise der Öffentlichkeit präsentiert. Die Sammlung der allzeit bescheidenen Künstlerin zeigt schlichtes, zeitloses Alltagsgeschirr; in Form und Dekor eine zwanglose Verbindung von bäuerlicher Tradition und Bauhaus-Ästhetik. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit konnten die Mitglieder das Highlight der Ausstellung nicht mehr in ihrer Wirksamkeit erfahren, nämlich die reflexionsarmen Tageslicht-Vitrinen, die es so in keinem anderen Museum gibt. Für ihre ausgeklügelte Ausstellungsarchitektur erhielt das Museumsteam 2017 den German Design Award.

 

Das Doppelmuseum wird von dem 200 Mitglieder zählende, gemeinnützigen Förderverein Ofen- und Keramikmuseum Velten e.V. betrieben. Während das Bollhagen-Museum nicht gefährdet ist, da das Gebäude der Stadt Velten gehört, steht die Ofenfabrik nun für 1,4 Millionen zum Verkauf. Der Eigentümer, der die Fabrik in der vierten Generation betreibt, lässt die Produktion auslaufen. Er geht in Rente und hat keine Nachfolger und ist somit zur Betriebsaufgabe gezwungen. Auf die drohende Schließung der Kachelofenfabrik hat der Förderverein mit der Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für die Fabrik reagiert und akquiriert hierfür Spenden- und Fördermittel.

 

Die Mitglieder des Landesverbandes waren sich am Ende des Treffens einig: Das Ofen- und Keramikmuseum muss an diesem Standort erhalten bleiben. Immerhin ist es nicht nur das älteste und bedeutendste Ofenmuseum Deutschlands, sondern auch seit 1999 Ausgangspunkt der Deutschen Tonstraße- eine Kulturroute rund um das Thema Ton in Berlin und Brandenburg.

Autor: Jens Dornbusch

Aktivitäten 2017

Verleihung Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2017

 

Am 28. November 2017 diesen Jahres wird wieder der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege für Berlin vergeben. Der Preis wird vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für beispielhafte Leistungen in der Baudenkmalpflege verliehen.

Wir freuen uns sehr, dass der Handwerkerpreis dieses Jahr an eines unserer Mitglieder fällt. Der Firma Sebastian Rost GmbH Meister und Restaurator im Stuckateurhandwerk und der Firma Kirchner Metall wird der Preis für die hervorragenden durchgeführten Leistungen im Bereich von Putz- und Stuck- sowie Metallrestaurierung an der Jugendstilfassade Thomasiusstr. 5 in Berlin vergeben.

Das Mietshaus wurde 1902 vom Architekten Hans Landé entworfen und gebaut. Die opulente, ornamentierte Fassade, mit Motiven aus der Renaissance sowie des Barock, besticht durch die eindrucksvollen Arbeiten des BildhauersCarl Caspary aus getriebener Bronze und setzt sich dadurch als frühes Beispiel für die Reformarchitektur am Anfang des 20. Jahrhunderts vom vorherrschenden Historismus ab.

 

 

Tag des offenen Denkmals 2017 Thema „Macht und Pracht“

Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre veranstaltete die Landesgruppe Berlin-Brandenburg auch 2017 wieder eine Bustour in Berlin sowie eine Fußtour in Potsdam. Auch dieses Jahr waren alle Touren gut besucht, insgesamt konnten sich die mehr als 60 Teilnehmer umfassend über die aktuellen restauratorischen Arbeiten unserer Mitglieder der Landesgruppe informieren.

Ziel war es wieder, den Besuchern die Restaurierungen von denjenigen erläutern zu lassen, welche diese tatsächlich als Handwerker ausgeführt haben. Deshalb liefen die Touren unter dem Titel „Macht und Pracht“ zu eben jenen Orten, wie beispielsweise die Staatsoper unter den Linden, an denen die Handwerker und Restauratoren ihren Beitrag zur Gestaltung dieser prägenden Bauten leisten – damals wie heute.    

Am Samstag startete die beliebte und ausgebuchte Bustour, unter fachkundiger Führung von Herrn mit Herrn Lochner-Griffith, an der Staatsoper unter den Linden und führte zu drei weiteren Stationen. An diesen konnten die Mitglieder der Landesgruppe des RiH ihre Restaurierungsarbeiten erläutern.

Im Bereich des Stuckateur- und Tischlerhandwerks stellten Sebastian Rost und Matthias Baum ihre Restaurierungsarbeiten im Bauteil C der Staatsoper vor. Anschließend fand eine Führung durch die Bötzow-Brauerei mit Dirk Meier statt, der dort seine Arbeiten erläutern konnte.

Einen Blick hinter die Kulissen der Stuckrestaurierung/ -herstellung wurde im weiteren Verlauf in der Stuckwerkstatt der Firma Rost in Pankow gewährt. Hier konnten die Besucher erfahren, wie die Herstellung von Stuck verschiedener aktueller Projekte wie z.B. die Neugestaltung der Innenräume in einer Hamburger Villa nach verschiedenen historischen Vorbildern, abläuft.

Zum Abschluss stellte Malermeister Ach die Restaurierungsarbeiten, besonders die Malerarbeiten der Kirche in Rosenthal vor und gab ausreichend Gelegenheiten die Fragen der Besucher zu beantworten

In Potsdam fand ein geführter Spaziergang mit Herrn Dornbusch mit ebenfalls um die 30 Teilnehmer, vom Startpunkt am königlichen Landhaus durch die russische Kolonie zur Siedlung „Vaterland“. Hier Am Schragen befindet sich eine wunderschöne Art Déco-Fassadengestaltung von 1923 bei deren Restaurierung die Firma von Herr Dornbusch beteiligt war. Ebenso wie bei der restaurierten Jugendstil-Raumfassung von 1905 im Barocken Wohnhaus in der Mittelstraße 40, die als nächste Station gezeigt wurde. Anschließend hatte die Schar der Teilnehmer Gelegenheit die wiederhergestellten Farbfassungen der Portalnischen, St. Peter und Paul zu besichtigen und sich von der Qualität der durchgeführten Arbeiten vor Ort zu überzeugen.

Den Schlußpunkt bildete der Besuch des historischen Weinberges. Roland Schulze führte durch den Weinberg und stand Rede und Antwort. Hier konnten sich die Teilnehmer von der weiteren Restaurierungstätigkeit durch den Bauverein Winzerberg e.V. informieren und mit einem kleinen Imbiss stärken.

Die Landesgruppe Berlin/Brandenburg möchte sich bei allen Mitgliedern und Organisatoren und dem ZDH für ihren Einsatz, die Arbeit und Bereitstellung der Ressourcen für den Tag des offenen Denkmals herzlichst danken. Ohne dieses ehrenamtlichen Engagements wäre die Durchführung nicht möglich. Dank gebührt ebenfalls allen Interessenten und Teilnehmern der beiden Touren für diesen wunderbaren Tag.

 

Verabschiedung Fr. Rothe als Landesgruppenrepräsentantin

Auf der letzten Mitgliederversammlung der RiH Landesgruppe Berlin/Brandenburg wurde Frau Rothe gebührend verabschiedet. Sie gab ihr Amt nach neun Jahren wertvoller Vereinsarbeit als Repräsentantin der Landesgruppe Berlin/Brandenburg ab und übertrug die Amtsgeschäfte ihrem Nachfolger Hr. Schroeter-Behrens. Die Landesgruppe bedankte sich herzlich mit Blumen und zwei Opernkarten der Staatsoper für die geleistete ehrenamtliche Arbeit der begeisterten Operngängerin. Frau Rothe wird dem Verein weiterhin mit der Mitarbeit an der Zeitschrift Restaurator im Handwerk tatkräftig unterstützen. Die Landesgruppe möchte an dieser Stelle noch einmal mit einem großem Dankeschön enden – Vielen Dank Frau Rothe für ihre Treue und Unterstützung des Vereins!  

 

 

Aktivitäten 2016

Tag des offenen Denkmals 2016

Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres veranstaltete die Landesgruppe Berlin-Brandenburg auch 2016 wieder Touren in Berlin sowie dieses Jahr erweitert um eine Tour in Potsdam. Auch diese Jahr waren alle Touren gut besucht, insgesamt gab es ungefähr 75 Teilnehmer.

Ziel war es wieder, den Besuchern die Restaurierungen von denjenigen erläutern zu lassen, die sie tatsächlich als Handwerker ausgeführt haben. Deshalb liefen die Touren unter den Titeln „Wer baute das siebenthorige Theben?“ – frei nach dem Gedicht von Bertolt Brecht, nämlich die Handwerker – und „Restauratoren über die Schulter geschaut“.

Am Samstag startete unter dem Motto „Restauratoren über die Schulter geschaut“ die Fahrradtour mit 14 Teilnehmern rund um die Berliner Mitte. Bei strahlendem Sonnenschein konnten an vier Stationen Mitglieder des RiH ihre Restaurierungsarbeiten erläutern. Die besonders beliebte Bustour war auch dieses Jahr überbucht.

Aus dem Bereich Holz stellte Dietmar Aufleiter, Meister im Treppenbau und Restaurator im Tischlerhandwerk die Restaurierung einer frühklassizistischen Treppe vor. Dirk Meier und Wolfgang Dambacher, beider Restauratoren im Tischlerhandwerk, präsentierten die umfangreichen Arbeiten aus dem Bereich Holz und Metall am Anatomischen Theater, einem bedeutenden Bau des Klassizismus von C.G. Langhans. Beispielhaft für Restaurierungen von historischen Metallobjekten stellte Thomas Dempwolf, Restaurator im Metallhandwerk, die Bearbeitung von Grabgittern auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof dar. Sebastian Rost, Restaurator im Stuckatuerhandwerk, führte die Gruppen zu dem großen Gipsmodell des Berliner Domes, das durch seine Firma restauriert wird. Nach den Stationen in Berlin-Mitte konnte die Busgruppe zusätzlich die Restaurierung des Treppenhauses in der Dickardtstraße von Meister und Restaurator im Malerhandwerk Thomas Pollack besichtigen.

Am Sonntag startete die Tour in Potsdam zu Fuß von der Russischen Kolonie Alexandrowka – eines von Friedrich Wilhelm dem III. im russischen Stil angelegten Dorfes. Am sog. Königlichen Landhaus erörterte Meister und Restaurator im Malerhandwerk Jens Dornbusch seine restauratorische Befunduntersuchung und präsentierte die von ihm nachgewiesene Erstfassung in der Formensprache Karl-Friedrich Schinkels von 1830. Anschließend verlief die Tour über eine Wohnsiedlung mit expressionistischer Fassadengestaltung ins historische Zentrum zu einem Treppenhaus im Holländerviertel, dass von J.Dornbusch in einer außergewöhnlichen Jugendstilbemalung neu ausgestattet wurde. Dietmar Aufleiter erläuterte anschaulich anhand einer von ihm bearbeiteten barocken Treppenanlage in der Hermann-Elflein-Straße, die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit mit Generalunternehmern, die an diesem Beispiel zu unter restauratorischen Gesichtspunkten fraglichen Entscheidungen führten. Ein glücklicher Zufall führte gerade zu diesem Zeitpunkt einen der Eigentümer an der Gruppe vorbei, der nicht nur interessiert zuhörte, sondern auch für zukünftige Arbeiten den Kontakt zu der Firma suchte.

Endpunkt und nach 3 Stunden Laufen in großer Hitze mit den angebotenen Erfrischungen sehr willkommen war der Winzerberg am Tor zu Sanssouci, der im 19 Jahrhundert für den Wein- und Obstkonsum der Könige angelegt wurde. Er ist ein wunderbares Beispiel für das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“, denn seine Restaurierung wurde und wird durch eine privaten Verein betrieben, bei dem Roland Schulze, Mitglied im RiH, eine tragende Rolle spielt. Er erläuterte fachkundig die Arbeiten zur Stabilisierung des Berges und die Restaurierung der Gewächshäuser.

 

Dietmar Aufleiter erläutert, wie die frühklassizistische Treppe in der Auguststraße restauriert wurde und warum diese Arbeiten nur 10 Jahre nach der Grundsanierung der 1990er Jahre notwendig geworden waren.

Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof erhielten die Teilnehmer von Thomas Dempwolf - Metallrestaurator - nicht nur Informationen über die hier bestatteten Persönlichkeiten, sondern auch Erläuterungen zu den Restaurierungen der kostbaren historischen Grabgitter.

Das Tieranatomische Theater, einen bedeutenden frühklassizistischen Bau von C.G.Langhans, wurde von den beiden Restauratoren im Handwerk Dirk Meier und Wolfgang Dambacher vorgestellt.

Zu sehen ist hier die Detailarbeit an winzigen Stuckelementen für die Rekonstruktion des großen Gipsmodells des Berliner Doms durch die Firma Sebastian Rost, eine Arbeit, die vor allem Geduld und Spaß am Puzzlen verlangt.

In Potsdam startete die Tour mit den Erläuterungen zur Geschichte der Russischen Kolonie Alexandrowka und den restauratorischen Farbbefunduntersuchung am Königlichen Landhaus von Jens Dornbusch, Meister und Restaurator im Malerhandwerk.

Ganz anders gelagert sind die Probleme der Wohnhäuser in der Siedlung „Vaterland“ am Schragen, die zur Zeit mit den Folgen einer falschen Farbbeschichtung kämpfen und wo sukzessive das für die expressionistische Gestaltung mit ihren starken Farben notwendige offene Farbsystem aufgebracht wird.

Abschluss: der Winzerberg: vorgestellt von Roland Schulze, ein starkes Gemeinschafts-projekt. Vielfältige Herausforderungen wie Statik, Mauerwerksarbeiten, Metallarbeiten, Holzarbeiten, Pflanzenauswahl und –pflege hat der Verein in den letzten 10 Jahren bewältigt, dazu die Nutzungsfragen, Sponsorenbetreuung und vieles mehr. Noch ist nicht alles fertig, doch schon jetzt ist das Ergebnis überwältigend.

 

Landesgruppe Berlin-Brandenburg auf der bautec Berlin

Die erste Veranstaltung der Landesgruppe 2016 war die bautec Berlin, die alle zwei Jahre stattfindende überregionale Baumesse. Der Stand der Restauratoren im Handwerk wurde nicht nur allgemein als der schönste bewertet, sondern wurde auch durchgängig mit handwerklich-restauratorischen Aktivitäten gefüllt – immer eine Attraktion für die Besucher. Gezeigt wurden neben Klempnerarbeiten auch Vergoldungen, dekorative Malereien und Stuckarbeiten. Es wurde vorgeführt, wie ein klassischer Rundbogen gemauert wird und als außergewöhnliches Gewerk die Herstellung und Bearbeitung von Kunststein also Betongusselemente. Von den teilnehmenden Firmen wurde die Veranstaltung durchweg positiv bewertet.
Die nächste öffentliche Veranstaltung, auf der sich die Landesgruppe präsentieren wird, ist der Berliner Denkmaltag am 15. April 2016 mit dem Thema „Denkmal digital“. Die Veranstaltung findet an der TU Berlin statt (Architekturgebäude, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin). Weitere Informationen sind zu finden auf der Internetseite des Landesdenkmalamtes

www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/berliner_denkmaltage/

Aktivitäten 2015

Tag des offenen Denkmals 2015

Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg bestritt den diesjährigen Denkmaltag mit einem Programm eigener Arbeiten. Unter dem Motto „Restauratoren über die Schulter geschaut“ wurden an beiden Tagen Fahrradtouren von der Berliner Mitte bis nach Pankow-Schönhausen organisiert. Unterwegs wurde an 6 Stationen Halt gemacht, um Restaurierungsbaustellen und fertigg