Landesgruppe Sachsen


Aktivitäten

Bericht über das Landesgruppentreffen in Sachsen am 17. Mai 2019

Unser Landesgruppentreffen begann mit einer offiziellen Führung durch den Freiberger Dom die durch unser Landesgruppenmitglied Tobias Neubert organisiert worden ist. Die geschichtsträchtige spätgotische Hallenkirche die seit dem Ende des 15. Jahrhunderts
von Papst Sixtus IV zum Dom erhoben worden ist bietet mit der „Goldenen Pforte“, der Bergmanns- und Tulpenkanzel so wie der Kurfürstlichen Grablege und den zwei Silbermann Orgeln, um nur einiges zu nennen herausragende sächsische Kulturgüter.
Nach dem die offizielle Führung beendet war und sich unsere Gruppe allein im Dom befand ermöglichte uns die Domführerin den Zutritt zur Kurfürstlichen Grablege. Wo unserer Verbandskollegen, die an zahlreichen Restaurierungen und Konservierungen des Domes und der wertvollen Ausstattung beteiligt waren ihre Arbeiten vorstellten und erklärten was im Übrigen auch die Domführerin brennend interessierte.

Der interne Teil unseres Landesgruppentreffens hielten wir im Freiberger Schwanenschlößchen ab. Als Themen wurden die Optimierung der Landesgruppenarbeit, die Pflege bzw. Aufnahme von Kontakten zu den Innungen der Gewerke und der Denkmalpflege und verbundenen Organisation und Institutionen diskutiert. So wie für die Möglichkeit der Fortbildung zu Restauratoren und Fachhandwerkern in der Denkmalpflege in Sachsen die Handwerkskammern und den Freistaat zu gewinnen und nach Möglichkeit die noch
vorhandenen „Reste“ der beiden Fortbildungseinrichtungen Trebsen und Görlitz einzubinden und zu nutzen.



Unser nächstes Landesgruppentreffen findet am 25.Oktober 2019 in Löbau (Haus Schminke) statt!

Jörg Frenkel

 

Bericht über das 3. Sächsische Landesgruppentreffen am 08.02.2019

Die Landesgruppe Sachsen traf sich am 08. Februar im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Schlossplatz 1 in Dresden. Dieses Treffen wurde gemeinsam mit der LG Sachsen des VDR organisiert.

Im Ständehaus wurden wir von Herrn Nimoth, Referent für Wandmalerei im Lfd Sachsen und stellvertretenden Vorsitzenden der LG Sachsen im VdR mit einer kleinen Einführung in die bauhistorische Geschichte des von 1901 bis 1907 von Paul Wallot errichteten Gebäudes (ehemaliger Sitz des sächsischen Landtages und heutiger Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen und des Oberlandesgericht Dresden) begrüßt.

In den oberen Etagen des Landesamtes für Denkmalpflege führte uns die Referatsleiterin für Restaurierung Frau Kelm durch die verschiedenen Restaurierungs - Werkstätten.
In den Werkstätten konnten wir teilweise den anwesenden Restauratoren bei ihrer Arbeit „über die Schulter“ schauen. Frau Kelm erläuterte viele in Arbeit befindliche Restaurierungsobjekte mit ihren geschichtlichen Hintergründen und den bei der Restaurierung / Konservierung auftauchenden Besonderheiten und Herausforderungen.

Wie zum Beispiel die Freilegung und Konservierung einer unter neuzeitlichen Farbschichten und Tapeten befindlichen sehr alten Seidentapete die in geborgenen Einzelstücken längere Zeit in einem Depot lagerten. Bei der Untersuchung und Analyse der Objekte ist auch immer ein Augenmerk auf gefährliche giftige Substanzen zu legen. In diesem Fall wurden zum Beispiel giftige Farbpigmente identifiziert, die dann spezielle Sicherheitsvorkereungen bei Freilegung und Konservierung / Restaurierung erforderlich machen.

Zum Abschluß führte uns Herr Nimoth noch einmal durch das Landesamt für Denkmalpflege und brachte uns die ständigen Ausstellungen die im Landesamt für Denkmalpflege stattfinden näher. Wie die zur Zeit stattfindende Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen des Bauhauses, wo die sich landesweit erhaltenen Objekte in Bild und Schriftform vorgestellt und erläutert werden.


Der interne Teil unseres Landesgruppentreffens fand im Kunst Cafè Antik an der Frauenkirche statt. Dort wurde bei einem gemütlichen Essen über die vergangene Messe Denkmal in Leipzig und die dort stattgefundenen Veranstaltungen berichtet und diskutiert. Die Messe an sich wurde als gelungen empfunden, der „Abend der Restauratoren“ wurde aber als sehr verbesserungsbedürftig eingestuft.
Weitere Themen waren zum Beispiel die Eintragung in die IRB/Frauenhofer Datenbank. Die Erfahrungen der eingetragen oder ehemals eingetragenen Mitglieder sind eher mäßig und bei einer Gewinnung von Neumitgliedern aus dieser Datenbank muß erst einmal eine Filterung erfolgen, da dort zum Beispiel auch Gebäude-Reinigungs-Firmen gelistet sind.
Unser nächstes LG Treffen ist am 17. Mai 2019 in Freiberg (Freiberger Dom)geplant.

Jörg Frenkel

 

 

Bericht über das 3. Sächsische Landesgruppentreffen am 24.11.2017

Treffpunkt war am Denkmal der Trümmerfrauen vor der Rathaus in Dresden, dort erfolgte die Begrüßung aller Teilnehmer und wir begannen gleich um das zur Neige gehende Tageslicht noch
gut nutzen zu können mit dem kulturellen Teil.

Den kulturellen Teil unseres Landesgruppentreffens gestalteten Herr Dr. Storz und Frau Reichle vom Forum für Baukultur e.V. mit einem Stadtrundgang an den Resten der alten Festung Dresden. Dieser Rundgang ist die „praktische“ Fortsetzung des theoretischen ersten Teiles von dem letzten Landesgruppentreffen im Juni. Wie immer gestaltete Dr Storz den Rundgang sehr interessant. Der bauliche Verlauf der alten Stadtmauer mit ihren Bastionen ist teilweise sehr gut in dem Straßen, Gehwegen und der städtischen Gestaltung nachgezeichnet. Aber leider fehlt eine erläuternde Beschilderung, dadurch kommt die eigentliche Absicht gar nicht zur Geltung. Zum Teil sind gut erhaltenen Reste der alten Stadtmauer in Kellern und Tiefgaragen integrierten die aber leider für die Öffentlichkeit nicht ohne weiteres zugänglich sind. Das noch erhaltene „Prunkstück“ der Festung Dresden ist die „Brühlsche Terrasse“ mit ihren darunter liegenden Kasematten die zu Teil erlebbar sind und immer weiter erschlossen werden. Als Fazit bleibt, es reicht nicht die Denkmale zu Erhalten sondern man muß sie auch erklären und erlebbar machen, damit die sie breite Akzeptanz und Wertschätzung erhalten.

Beim internen Teil des Landesgruppentreffens in einem schönen mittelalterlich gestalteten Raum im Gewölbekeller des „Sophienkellers“ berichtete Jörg Frenkel von der Jahrestagung in Neusath-Perschen.

Die bei der Jahrestagung angesprochene Zusammenarbeit / Kennenlernen mit den VDRLandesgruppen fand eine breite Zustimmung. Bernd Bubnick erklärt sich bereit einen Kontakt zur sächsischen Landesgruppe des VDR herzustellen.

Die Präsentation der Restauratoren im Handwerk auf der Meisterfeier der HWK Dresden am 25.11.2017 erfolgt mit einem Stand der von Robert Bialek, Cornelius Hugk und Tobias Neubert organisiert und betreut wird. Ein kurzer Bericht folgt als Anlage.

Der Termin für das nächste Landesgruppentreffen ist der 02.03.2018, 1500 Uhr in der HWK Dresden zu Thema § 133 der Insolvenzordnung (Rückforderungen von Zahlungen des Insolvenzschuldners)
Natürlich sind auch speziell alle Thüringer und andere Landesgruppenmitglieder herzlich eingeladen.


Jörg Frenkel

 

Bericht über die Präsentation der sächsischen Landesgruppe der Restauratoren im Handwerk auf der Meisterfeier der HWK Dresden

Nach einigen Privatbesuchen auf der jährlichen Meisterfeier der HWK Dresden, der langen Suche nach Möglichkeiten zur Präsentation für unsere Landesgruppe, Vorgesprächen bei der HWK Dresden und einigem Organisationsaufwand für unsere interessierten Mitglieder war es am 25.11.2017 soweit!

Wir konnten uns an geeigneter Stelle in der sogenannten Sponsorenhalle der Dresdener Messe präsentieren und so für die Jungmeister, Politiker und Teile des Publikums (insgesamt über 2000 Eingeladene) interessant machen.

Zur Ausstellung an unserem Stand kamen Exponate von Cornelius Hugk, Roberto Weigel, Kay Arnswald, Tobias Neubert und Robert Bialek, sowie Infos zu Fortbildungsmöglichkeiten, Literatur und Zeitschriften. Joachim Hugk hatte sich dankenswerterweise um zwei sehr gut gestaltete Rollups gekümmert, die auch auf weiteren Ausstellungen oder Messen verwendet werden können.

 

 

Auf- und Abbau, sowie der Standdienst lag in den Händen von Cornelius Hugk, Tobias Neubert und
Robert Bialek.

Gespannt darauf, wie denn das alles angenommen wird, haben wir den Tag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr auf der unserer Meinung nach gelungenen Meisterfeier zugebracht. Besonders vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung hatten wir guten Zulauf. Das Interesse der Jungmeister hielt sich aber wie befürchtet in Grenzen und wird sich nur durch permanentes Werben und Präsentieren auf die Zukunft hin wecken lassen.

Gute und zum Teil auch längere Gespräche gab es unter anderen mit sächsischen Landespolitikern aus verschiedenen Fraktionen, Prof. Glaser (ehem. Landeskonservator) und Frau Salewski (stellv. Geschäftsführerin der HWK Dresden). So kam die Sprache auch mehrfach auf die zur Zeit brachliegende Weiterbildungsmöglichkeit im Görlitzer Fortbildungszentrum, das nach dem Rückzug der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ohne Unterstützung keine Kurse anbieten kann.

Nach einem anstrengenden aber guten Tag, sind wir der Meinung, mit solchen Aktivitäten weiter zu punkten. Gelegenheiten bieten sich ständig! (Tag des offenen Denkmals, Messe Denkmal 2018 usw.) Nur so können wir Türen aufstoßen und für unsere Sache werben!

Wir freuen uns natürlich über jede Hilfe und Mitarbeit dabei. Großer Dank an alle, die an diesem Tag mit dazu beigetragen haben, die Restauratoren im Handwerk ein wenig bekannter zu machen!


Robert Bialek